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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 34,78 € |
35,00 € |
-0,22 € |
-0,63 % |
28.04/09:19 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007461006 |
746100 |
- € |
- € |
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PVA Tepla mit neuen Perspektiven 03.12.2002
Performaxx-Anlegerbrief
Die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" sehen für die PVA Tepla-Aktie (WKN 746100) neue Perspektiven.
Die bis zur Jahresmitte gesehene dürftige Geschäftsentwicklung des Anbieters von Plasmatechnologie lasse die Fusion mit PVA zur neuen PVA Tepla AG sinnvoll erscheinen. Zusammen mit dem Hersteller von Hochtemperatur-Vakuumanlagen wolle sich Tepla nun wieder zurück auf alte Wachstumspfade begeben. Tepla sei 1981 dasjenige Unternehmen gewesen, welches das erste mit Mikrowellen arbeitende Plasmagerät entworfen habe. Seitdem sei viel Zeit ins Land gestrichen und die Technik ausgereift.
Die von Tepla entwickelten und produzierten Plasmasysteme kämen in der Oberflächenbehandlung zum Einsatz, vor allem natürlich in der Halbleiterindustrie, sowie in Messsystemen auf Laserbasis. Plasma-Oberflächenreinigung werde in den Branchen eingesetzt, in denen höchste Reinheit unabdingbar sei, wie z.B. der Optik, Feinwerktechnik, Medizintechnik sowie auch bei der Montage von elektro-mechanischen Bauelementen. Anfang des Monats sei Tepla mit PVA verschmolzen, ein Management-Buy-out einer Tochter von Pfeiffer Vacuum, zur PVA Tepla AG. Zu den nicht einmal 4 Mio. Aktien von Tepla habe sich mehr als die vierfache Menge an PVA-Anteilsscheinen gesellt. Der Zusammenschluss sei im Sommer beschlossen worden und scheine auch keine Sekunde zu früh gekommen zu sein.
Eher im Gegenteil. Denn die Geschäftszahlen der alten Tepla hätten sich zusehends verschlechtert, maßgeblich unter dem Druck aus der Halbleiterindustrie, die in den letzten zwei Jahren ihr Waterloo erlebt habe. In ausgewählten Marktnischen sei Tepla nun darauf bedacht, seine Marktherrschaft auszubauen und die internationale Präsenz zu verstärken - auf jeden Fall aber müsse die verhängnisvolle Abhängigkeit von der Halbleitersparte verringert werden. Genau das sollte der neuen PVA Tepla gelingen.
So sei der Umsatz im Semiconductor-Bereich im den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gleich um 63% zurück gegangen. Insgesamt habe eine Umsatzhalbierung auf 8,2 Mio. Euro zu Buche gestanden, auf Quartalsbasis aber nur noch um 23% - wobei man sich aber die schwache Ausgangsbasis des 3. Quartals/2001 in Erinnerung rufen sollte. Unter dem Strich jedoch sei das letzte Quartal wieder das umsatzstärkste seit einem Jahr gewesen. Alle Daten verstünden sich ohne Einbeziehung von PVA, da die Fusion erst kürzlich offiziell geworden sei und ab dem 1. Quartal/2003 ganz neue Zahlen maßgeblich sein sollten.
Das Ausmaß der Fusion werde deutlich, wenn man sehe, dass sich durch den Zusammenschluss der Umsatz von (der alten) Tepla vervielfachen werde. Mit dem Ergebnisplus von PVA (in den letzten Jahren rund 5 Mio. Euro) dürfte sich der Fehlbetrag von Tepla - 2,5 Mio. Euro nach neun Monaten - locker ausgleichen lassen. Tepla möchte und könne die breite Kundenstruktur von PVA künftig vorteilhaft nutzen. Generell verspreche man sich eine Steigerung der Aufmerksamkeit von Plasmaanwendungen in der Industrie. Auch in der Medizintechnik seien diesbezügliche Initiativen schon auf fruchtbaren Boden gefallen.
Die Umsatz- und Gewinnschätzungen seien leider auch recht wackelig. Wie man in Erfahrung habe bringen können, sei bei PVA Tepla bis zur Stunde selbst noch nicht abschließend geklärt, welches Unternehmen wo konsolidiert werde, denn nach US-Vorschriften müsste PVA die kleinere Tepla übernommen haben, nicht umgekehrt. Daher seien auch die Prognosen vorläufiger Natur.
Der Zusammenschluss zu einem großen Unternehmen mache Sinn und mindere die kritische Abhängigkeit von der Halbleiterbranche erheblich. Impulse könnten mittelfristig entstehen im Bereich Flachbildschirme (wo Tepla über eine fortgeschrittene Reinigungstechnologie verfüge) sowie auch durch eine mögliche Aufnahme von PVA Tepla in den neuen Tec-DAX-Index. Als erstes gelte es, den Bereich zwischen 3 und 3,40 Euro zu überwinden. Danach wäre der Weg bis an einen alten Widerstand bei 4,60 Euro frei. Auch fundamentale Faktoren stützten dieses Kursniveau.
Die Einschätzung der Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" ist, dass PVA Tepla neue Perspektiven besitzt.
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